Instant Messenger für Kinder

Dieser Artikel wurde am 15 Januar, 2009 bei meggx.com aufgenommen.
Kategorie: Allgemeines

Dass viele Kinder das Internet als Kommunikationsraum nutzen ist bekannt. Da gibt es bekannte Chatrooms, wo man sich trifft oder Ausschau nach neuen Kontakten hält.

Doch diese öffentlichen Chatrooms birgen vielerlei Gefahren und so kommt es nicht selten vor, dass Kids zu Opfern von Mobbing oder Belästigungen werden. Ein Kommunikationsraum mit vielerlei Risiken. Ein Raum wo sich nicht zu letzt auch Pädokriminelle aufhalten.

Messenger für Kinder

Messenger für Kinder

Diesem Thema haben sich jetzt Microsoft, jugendschutz.net und die FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia) angenommen. Mehr Sicherheit für Kinder im Internet. Dafür soll der Kindermessenger sorgen, dessen Zielgruppe die Acht- bis Zwölfjährigen sein soll.

Instant Messenger wie ICQ, Skype oder der Live Messenger haben sich bei Erwachsenen längst etabliert und den gewöhnlichen Chatroom abgelöst. Denn hier kann man ungestört mit einer einzelnen Person plauschen und durch die Möglichkeit von Konferenzen können auch mehrere Teilnehmer einer Konversation hinzugefügt werden.

Bei Instant Messengern läuft eine Unterhaltung einfach zivilisierter ab. Hier treffen nicht tausende Nutzer aufeinander und schwatzen hektisch durcheinander.

Immerhin 19 Prozent der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren befassen sich mindestens einmal pro Woche mit Messengerdiensten. Die Tendenz steigt. Dies sagt die aktuelle KIM-Studie, die am 10. Februar erscheint. Grund genug sich mit dem Thema ernsthaft auseinander zu setzen. Denn Instant Messenger, wie es sie derzeit gibt, werden von niemandem kontrolliert, sind unmoderiert.

Messenger für Kinder

Messenger für Kinder

Dies birgt vielerlei Gefahren für Kids, die über solche Kommunikationsplattformen sexuell belästigt, beleidigt, bedroht oder diffamiert werden. Über solche Dienste lassen sich verletztende Fotos und Videos verschicken oder sogar diskriminierende Webcam-Aufzeichnungen übertragen, bei denen es sich nicht selten um pornografische Darstellungen handelt.

“Der Kindermessenger ist ein Angebot, das Eltern hilft, ihren Kindern einen sicheren Zugang zu einer Kommunikationsform zu ermöglichen”, erklärt Frank Maenz von Microsoft, Produktmanager Windows Live/ Messenger. “Da diese Nutzergruppe unter zwölf Jahren zum Großteil noch nicht über die notwendige Medienkompetenz verfügt, macht es Sinn, ein gesondertes Produkt anzubieten, das an die Bedürfnisse der Kinder dieser Altersgruppe angepasst ist. Ganz grundsätzlich geht es darum, kein überfrachtetes Tool anzubieten, das in erster Linie eine Kontrolle der Kontaktliste gewährleistet.”

Microsoft ist für die technische Umsetzung des Messenger verantwortlich. Die FSM und jugendschutz.net kümmern sich bei diesem Projekt um die inhaltlichen Belange. Im Kindermessenger werden Funktionen wie das Austauschen von Daten und das Nutzen von Webcams unterbunden. Ein Chatten mit Unbekannten soll durch gezielte Verwaltung durch die Eltern unterbunden werden.

Im Messenger werden ausserdem eine Ignore-Funktion und ein “Notruf-Button” integriert. Über die Ignore-Funktion wird der Störenfried mit einem Klick ausgeblendet. Der Notruf-Button versendet den Dialog per Mail an die Eltern.

Angeboten soll der Messenger ab dem 10. Februar werden, am “Safer Internetday”.

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